Ein neuer Monat, neue 12 von 12. Auch der 12. Februar ist ein Arbeitstag, ein Donnerstag diesmal. An dem ich während des Tages meist das Fotografieren vergessen habe. Mehr als 12 Fotos waren es am Ende des Tages trotzdem, auch weil es diesmal noch Abwechslung vom Alltagstrott gab. Hier sind sie also, meine 12 Bilder des Tages.
Der Kater ist gefüttert und braucht noch eine Kuschelrunde. Ich genieße den morgendlichen Milchkaffee, bevor ich mich aufs Fahrrad schwinge und ins Büro radle.Vor der Haustür spitzen die Schneeglöckchen bereits aus der Erde.
Diesmal am Weg zur Arbeit: Ein Auto, das gegen die Einbahn fuhr. Da fühlt man sich als Radfahrer plötzlich noch verletzlicher. In der gleichen engen Gasse, in der 2 Tage zuvor ein rechts am Straßenrand anhaltendes Auto plötzlich ohne Blinken nach links zog und ich nur um Haaresbreite einem Niedergefahren werden entging. Ich freue mich schon auf in zweieinhalb Jahren, wenn die Megabaustelle endlich vorbei ist und ich wieder meine alte Strecke zur Arbeit radeln kann.
Heil im Büro angekommen begrüßt mich der Tulpenstrauß, den ich gestern gekauft und dann am Abend im Büro vergessen habe. Erfreue ich mich eben im Büro daran. Ansonsten Business as usual, an diesem Tag allerdings in einem recht ruhigen Büro. Es waren nur zwei weitere Kollegen anwesend, der Rest war entweder Baustelle, Urlaub oder krank.Das Stiegenhaus wurde an diesem Arbeitstag auch öfter als üblich frequentiert, nicht nur beim Kommen und Gehen. Auch beim Mittagessen in der Pizzeria am Ende der Sackgasse holen. Und beim gemeinsamen Hochtragen der vielen Kartons der Papierbestellung, die der Lieferant ohne Bescheid zu geben hinter der Haustür deponiert hatte.
Ich bin dann auch etwa 2 Stunden früher als üblich gegangen, denn ich hatte noch was vor.
Rauf aufs Rad und rein in die Stadt. In der Paulustorgasse gegenüber dieser hübschen Deko das Fahrrad abgestellt und abgesperrt. Um mich mit der Schwägerin im Volkskundemuseum zu treffen, ich hatte uns beide zu einer Führung angemeldet.Die kleine Ausstellung im Kabinett zu Kreuzstich hatten wir beide bereits letztes Jahr gesehen. Dass nach wie vor monatlich eine Führung dazu angeboten wird, habe ich erst vergangenen Dienstag so richtig registriert. Und mich gleich für die nächste angemeldet, die passenderweise nur 2 Tage später angeboten wurde. Wir waren dann auch die einzigen beiden Teilnehmerinnen an der Führung, was einerseits schade war, andererseits für uns aber auch recht angenehm. Konnten wir doch auch viele Fragen stellen, und haben auch noch so einiges erfahren.Sehr interessant auch, dass die frühen Kreuzsticharbeiten alle sehr bunt waren. Die Einschränkung auf rotes Stickgarn auf weißem Grund kam erst im frühen 20. Jahrhundert. Von wegen die einzig wahre traditionelle Kreuzstichstickerei.In einer Vitrine im Volkskundemuseum Einstimmung auf den nächsten Programmpunkt des Tages.Denn es ist Donnerstag und somit wie jeden Donnerstag außerhalb der Ferien Maschentreff. Wir sind wieder mal eine recht große Runde, und wir hatten interessante Gesprächsthemen und haben viel gelacht. Die Schwägerin allerdings hat nur kurz Hallo gesagt und ist dann zu ihrer Chorprobe aufgebrochen. Ich stricke am dritten Anlauf dieses ansich gar nicht schweren Pullovers, nun sollte die Größe endlich passen.Daheim dann mit etwas Verspätung in den Livestream des Protestsongcontest eingestiegen, der wie jedes Jahr seit 23 Jahren am 12. Februar im Wiener Rabenhoftheater stattfindet und vom Radiosender FM4 veranstaltet wird. Gewonnen hat die junge All-Girls-Band Black SunZet mit dem Punkrocksong „My Body, my Choice“ über Gewalt an Frauen. Ein Thema, das leider nach wie vor sehr aktuell ist, ebenso wie schon wieder viel zu viele Femizide. Bereits im letzten Jahr hatte mit „Jedermann“ von Chovo ein Song zum gleichen Thema gewonnen. Auf der Seite von FM4 gibt es Info zu Black SunZet und Chovo, wer interessiert ist.
Als Kontrastprogramm dazu haben wir uns dann noch die letzte halbe Stunde der Übertragung vom Wiener Opernball angesehen. Davon gibt es kein Foto. Spät ist es nun auch, ab mit den Fotos zu Draußen nur Kännchen, wo die 12 von 12 dankenswerterweise wieder wie jeden Monat gesammelt werden.