Diese erste Woche im April hatte es in sich. Zumindest was die Arbeit angeht, denn gefühlt habe ich meine wachen Stunden nur im Büro verbracht und bin nur zum Schlafen heimgegangen. Abgabetermine bringen das in der Planung regelmäßig mit sich, nur ich stecke das mit zunehmendem Alter immer schlechter weg. Den Beitrag zum MeMademittwoch habe ich dann in den ganz frühen Morgenstunden geschrieben, weil ich erst kurz nach Mitternacht vom Büro heimkam und eh noch nicht gleich schlafen konnte. Das Heimradeln hat nicht ausgereicht zum Abschalten, und die Kälte hat mich eher wieder aufgemuntert. Alles andere hingegen blieb auf der Strecke. Bei anderen lesen und kommentieren werde ich dann am Wochenende zwischen den diversen familiären Veranstaltungen unterzubringen versuchen, bevor der Wahnsinn in der Woche nach Ostern in eine weitere Runde geht. Womit ich dann auch nicht gerechnet hatte war dass die Linkparty zum Zeigetag 1 beim BINGO! 2026 von antetanni am Karfreitag bereits vorbei war, als ich am frühen Abend dann endlich mal Zeit gefunden hatte zumindest diesen Beitrag auf Schiene zu bringen. So gibt es den Blick auf mein Bingofeld zum ersten Quartal nun eben mit noch ein bisschen mehr Verspätung, da am Ostermontag das am Karfreitag Geschriebene noch mit Ostern ergänzt wurde.
BINGO! Quartal 1

Die kalte Jahreszeit brachte es mit sich, dass die erledigten Felder im ersten Quartal hauptsächlich mit Gestricktem absolviert wurden. So habe ich mir einen Dark Moss Pullover für den Winter gestrickt, außerdem eine bunte Wärmflaschenhülle zum Schutz von zarter Haut vor heißer Wärmflasche. Bei einem weiteren Strickpullover hat sich mein Freund der Fehler eingeschlichen, wurde aber rechtzeitig entdeckt. Glück gehabt habe ich dann bei eben diesem Pullover und bei einer Mütze, weil die Wolle gerade eben so bis auf ein paar Zentimeter beim Abketten gereicht hat. Weitere Mützen und ein Strickjacken-UFO wurden dann auch zu 100% fertig. Und noch ein Strickpullover entstand, der nach anfänglichem „Ach du Schreck“ und mehrmaligem Auftrennen und Adaptieren doch noch zu einem „Wow“ wurde. Für mein Jahresprojekt, den Tula Pink City Sampler Quilt, arrangiere ich die zugeschnittenen Stoffflecken für die einzelnen Patches immer in der erforderlichen Anordnung am Nähtisch, bis ich mehrere zusammenhabe und sie in dieser Ordnung hintereinander wegnähe. Noch etwas habe ich genäht, Taschen zum Umbinden, eine davon habe ich zuerst bei anderen gesehen. Und beim Gang zur Post schrie mir die blühende Natur mit aller Macht entgegen „Der Lenz ist da„.

Keinen eigenen Beitrag bekommen hat, obwohl sie es verdient hätte, die tolle Marmelade aus unseren letztjährigen Weinbergpfirsichen. Bei den 12 von 12 im August 2025 konnte man sehen, wie sich die Äste unseres kleinen Pfirsichbaums vor Früchten bogen. Der Beste hat dann aus der reichen Ernte ganz toll schmeckende Marmelade gemacht. Denn leider leider haben die Weinbergpfirsiche eine dicke, bitter schmeckende Schale, so dass der Genuss der reifen Früchte nicht wirklich einer ist. Blanchiert ohne Schale zu Marmelade verarbeitet ist es dann wirklich ein Genuss. Am Palmsonntagswochenende haben wir das letzte verbliebene Glas geöffnet, nach langer Zeit gab es mal wieder Semmeln und Marmelade zum Frühstück.
Ostern
Auch dieses Jahr waren wir wieder zu Ostern bei der erweiterten Familie in Fürstenfeld zur Osterjause eingeladen. Und da wir nicht mit leeren Händen kommen wollten, habe ich kleine Brotkörbchen genäht. Eins für die liebste Cousine, und eins für die Mama deren Liebsten.




Das Wetter hielt, so konnten wir am Karsamstag die Osterjause im Freien genießen. Die paar vereinzelten Regentropfen haben es nicht geschafft, uns die Freude am draußen Essen zu vermiesen.
Beim Verdauungsspaziergang nach dem Essen konnten wir überprüfen, dass die reichlich schräge Osterdeko vom letzten Jahr auch heuer wieder den Hauptplatz rund um die Mariensäule zierte.

Am Ostersonntag waren wir mit der gesamten Familie bei der Schwägerin zur Osterjause eingeladen. Bevor ich darauf noch ein bisschen näher eingehe, gibt es noch ein bisschen der hübschen Osterdeko dort zu sehen.




Niwibo sucht Grün im April, deshalb hier nochmal mit Fokus auf Grün




Osterjause
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen, vor allem wenn es in liebster Gesellschaft ist. Die Osterjause ist eines dieser Rituale des gemeinsamen Essens. Zumindest in der Steiermark und in Kärnten und teilweise auch noch in Regionen Niederösterreichs. Andernorts kann man dem Verzehr von Selchfleisch und süßem Brot zusammen vermutlich nicht so viel abgewinnen. Bevor ich es erstmals probiert habe, empfand ich es auch eher als Geschmacksverirrung. Weit gefehlt.
Die Osterjause markiert das Ende der Fastenzeit und wird entweder direkt nach der Fleischweihe am Karsamstag Nachmittag oder am Ostersonntag quasi als Osterfrühstück genossen. Zur klassischen Osterjause gehören die geweihten Zutaten Selchfleisch und Selchwürstel, geriebener Kren, Osterpinze und oder Milchbrot und hartgekochte Eier. In Kärnten gibt es auch noch einen Reindling dazu. Ergänzt wird das Ganze meist noch mit Käse, Aufstrichen, Vogerlsalat, Käferbohnensalat mit Kernöl, frischen Kräutern, und dergleichen mehr. Und wer jetzt nur verstanden hat, dass es im weitesten Sinne um Essen geht, ja, auch in Österreich gibt es gerade im Bereich Essen eigene regionale Begriffe.
Selchfleisch ist gepökeltes und kaltgeräuchertes Schweinefleisch, andernorts wohl auch Rauchfleisch genannt. Kasseler gehört da auch dazu. Meist gibt es die Variante Selchfleisch und Selchschinken, und Würstel noch extra. Kren ist Meerrettich. Die Osterpinze ist ein Gebäck aus Germteig, deutsch Hefeteig, das es nur in der Vorosterzeit gibt. Ursprünglich stammt das süße Hefegebäck aus Friaul und Venetien und kam im 19. Jahrhundert über die Grafschaft Görz nach Graz, sagt Wikipedia. Auch Milchbrot und der Kärtntner Reindling sind dem Hefegebäck zuzuordnen. Vogerlsalat ist die steirische Bezeichnung für Feldsalat, Rapunzel, Nüsslisalat. Die Feuerbohne wird in der Steiermark Käferbohne genannt, die Bezeichnung Steirische Käferbohne ist ebenso wie die Bezeichnung Steirisches Kürbiskernöl geschützt.
So, nicht nur ihr habt jetzt was gelernt, auch ich habe wieder mal dazugelernt. Interessant, wie man lange mit diversen Dingen dahinlebt, und erst wenn man sie genauer erklären will selbst mal recherchiert und dabei doch noch Neues erfährt.


Foto von der Fleischplatte gibt es nur vom Karsamstag weiter oben, bei der Osterjause am Ostersonntag habe ich keines gemacht. Mein Fokus lag eher auf den fleischlosen Gerichten.





Bei knapp über 20 Grad und Sonne ließ es sich am Ostersonntag gut aushalten im Garten. Vor allem wenn rundum noch so hübsche Tulpen blühen.

Am Ostermontag Abend sieht mein Bingofeld also so aus, das Osterwochenende brachte mit den Stoffkörbchen für Ostern und der geweihten Osterjause für Leib und Seele gleich zwei Bingofelder für das zweite Quartal.
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