12 von 12 im März 2026

Wie im Februar ist auch der 12. Tag im März ein Donnerstag. Also mal wieder ein Arbeitstag, und wie immer an Donnerstagen außerhalb der Ferienzeit mit besonderem Abendprogramm. Die Dame bei der es Draußen nur Kännchen gibt sammelt wie immer unsere 12 Bilder des Tages, danke dafür. Hier sind meine.

Morgens ist es noch sonnig. Der Kater war unterwegs, als ich aufgestanden bin. Nun ist er sehr ungeduldig, bis ich gewaschen und angezogen bin und die Zähne geputzt habe, denn er möchte seine Morgenmahlzeit. Braucht dann aber doch ein bisschen, bis er sich aus seiner Warteposition am Badteppich erhebt und mir die Stiege hinunter folgt.
Welche Strickjacke wird es denn heute werden?
Nächste Woche findet in Graz die Diagonale statt, das Festival des Österreichischen Films. Neben neuen Filmen gibt es auch immer eine kleine Reihe von alten Filmen aus dem Filmarchiv Austria, von denen ich mir wenn es mir möglich ist immer mindestens einen ansehe. Nicht immer kann ich mitten an einem Arbeitstag ins Kino gehen. Aber wenn es irgendwie geht mache ich es möglich. Wann bekommt man sonst historische Filme im Kino zu sehen? Diesmal sind die Zeiten arbeitnehmerfreundlich am Freitag Nachmittag und am Wochenende. Auch das Thema ist diesmal ein Spezielles.
Mitten in meine Planerei kommt eine Nachricht einer Freundin, die mich an den ein halbes Jahr alten Geburtstagsgutschein erinnert und einen Termin für ein Stück im Schauspielhaus fixieren möchte. Wir haben uns dann recht schnell auf eine sehr besondere Aufführung von Romeo und Julia in genau 2 Wochen geeinigt. Ich freue mich schon darauf.
Über all dem Planen wird fast der Kaffee kalt. Aber nur fast. Noch ein paar ruhige Minuten kaffeetrinkend am Sofa, diesmal aus der von mir sogenannten Architektentasse, bevor ich mich aufs Fahrrad schwinge und ins Büro radle.
Im Vorgarten lassen sich nun doch noch ein paar vereinzelte Krokusse blicken. Die meisten haben die Kabelgraberei des Nachbarn vor 2 Jahren nicht gut überstanden.
Weil das Stiegenhaus in der Arbeit beim letzten 12. so gut gefiel, diesmal ein Bild vom Eingangsbereich.
Gestern konnte ich nicht widerstehen, mir beim Einkauf ein bisschen Frühling mitzunehmen. Und da ich viel Zeit in der Arbeit verbringe, stehen die Tulpen im Büro statt zuhause. Das andere Grünzeug an meinem Arbeitsplatz bekommt wie jeden Donnerstag etwas Wasser.
Mittagessen mit Resten von gestern und einem Salat. Die jungen Kolleginnen unterhalten sich über gemeinsame Freunde, der Chef kommt mit Fragen die auch bis nach der Mittagspause warten hätten können, alles wie immer also.
Ich kämpfe mit dem Zeichenprogramm, das ich mir gerade selbst neu aneignen muss, und einer Ausführungsplanung, die dadurch nicht gerade einfacher wird. Zusätzlich wollte ich gestern einen Kollegen unterstützen und statt ihm etwas abklären, nur um heute bei einem Telefonat zu erfahren dass es wesentlich umfangreicher wird als gedacht und ich nun ein weiteres kleines Projekt gewonnen habe. Natürlich genauso dringend wie die Ausführungsplanung, die nun richtig losgeht und bei der ich drei verschiedene Arbeitsanforderungen gleichzeitig in einer Person abdecken muss. Kein Wunder dass ich neuerdings auch im Büro nachmittags einen Kaffee trinke.
Das Büro verlasse ich wie so oft als Letzte, spät dran bin ich außerdem für mein Abendvergnügen. Trotzdem besorge ich am Weg noch schnell etwas zum Knabbern als Mitbringsel und auch noch ein Mitbringsel für den Wochenendbesuch.
Donnerstag ist Maschentreff in der Maschenwerkstatt, und heute ist die Runde besonders groß. Es sind diesmal auch ein paar neue Gesichter dabei. Stricken, plaudern, fachsimpeln, knabbern, wie immer ist es ein schöner Abend.

Danach radle ich heim, es gibt noch eine Kleinigkeit zu essen, und ich widme mich meinen Fotos für 12 von 12. Dann ist noch packen angesagt, das Wochenende steht ganz im Zeichen von Freundschaftspflege. Meine Besuchsrunde bei den weiteren 12ern werde ich vermutlich erst nach dem Wochenende machen können. Bis zum nächsten Mal, bis dahin alles Liebe.

22 Kommentare

  1. Ach ja, neue Programme lernen ist immer so ein Ding. Ich hoffe, du versinkst nicht in all der Arbeit.
    Dein Abend war sicher sehr nett, wie schön, solche Runden!
    Herzliche Grüße,
    Clara

    • Vor allem wenn sie so komplex sind wie Archicad, und man mit Ausführungsplanung einsteigt. Noch geht es mit der Arbeit, aber es zeichnet sich ein Knall ab, nicht nur bei mir.
      Da sind dann so schöne Abende noch viel wichtiger 😊
      Liebe Grüße, heike

  2. Deine Arbeitstage scheinen sehr voll zu sein, gut das es Abends den Stricktreff gab. Euer Eingang zur Arbeit sieht toll aus, ich schaue gerne durch offene Türen in Stiegenhäuser und Hinterhöfe. Welche Strickjacke hast du letztendlich gewählt?
    LG Gabi

    • Die grüne. Nur um mich dann letzten Endes doch für einen Pullover zu entscheiden, und das war eine gute Entscheidung 😉
      Liebe Grüße, heike

  3. Trotz Stress und viel zu tun klingst du an diesem zwölften entspannt. Ich mag deine Fotos sehr, und lese immer mit. (Nur kommentieren tu ich selten.) Hab ein schönes Wochenende! Liebe Grüße, Gabi

    • Bis auf die letzte Arbeitsstunde war ich auch entspannt 😉
      Danke und liebe Grüße, heike (gerade am Aufbruch gen Bamberg)

  4. Liebe Heike,
    ich mag deine Kulturtipps immer sehr, sie erinnern mich an meine viel zu wenig stattfindenden kulturellen Ausflüge.
    Wie schön dass du den Abend strickend in netter Runde abschließen kannst.
    LG und ein schönes Wochenende, Heike

    • Wenn die Freundin nicht wäre, wäre ich noch viel länger nicht ins Schauspielhaus gekommen. Es ist Jahre her. Meist bin ich so platt vom Arbeitsalltag, dass ich nichts unternehmen mag. Das wirklich tolle Angebot unserer Stadt nutzen wir viel zu wenig. Der Maschentreff hingegen ist ein absoluter Fixpunkt, nette Frauen und auch vereinzelte Männer, das ist Sofafeeling auswärts quasi.
      Liebe Grüße, heike

  5. Schöner Alltag.
    Für die Krokusse würde ich Dir gerne Hoffnung machen: selbst im unserem jetzt nicht mehr ganz neuen Garten kommt an Stellen, die wir zuerst gerodet haben und jetzt mehr in Ruhe lassen, noch Zeugs raus, über das wir uns freuen.
    Liebe Grüsse, Stefanie.

    • Seit nun bald 28 Jahren kommen zuverlässig jedes Jahr in meinem weißen Beet ein paar wenige rote Tulpen der Schwiegergroßmutter. Die sind hartnäckig. Die Krokuszwiebeln sind beim Ausheben der Künette für das Stromkabel der Nachbarn zumeist verschwunden, ein paar wurden anscheinend mit der Erde wieder eingefüllt und kämpfen sich nun wieder durch. Was mich sehr freut. Mein Garten wird derzeit eh großflächig in Ruhe gelassen, es ist spannend was sich da dann mit der Zeit tut. Auch was die Kleinlebewesen angeht.
      Liebe Grüße, heike

  6. Dein Morgen ist jedenfalls noch entspannter, auch wenn s alte Katerchen etwas drängelt.
    Gut, dass Du Dir die Arbeitsstätte schön machst, sonst ist es da ja gerade weniger schön, hoffe, das bessert sich.
    Und besonders schön Dein Stricktreffen.
    so kann man den Tag ausklingen lassen.
    Schönes Wochenende und liebe Grüße
    nina

    • Architektur ist eine Terminsache und deshalb per se meist recht stressig, das wird sich vermutlich nie ändern. Früher hat es mir nichts ausgemacht, so langsam zehrt es aber an der Substanz. Immerhin ist jedes Projekt wieder neu und interessant, insofern wird es nie langweilig 😉 Die Tulpen jedenfalls freuen mich jedesmal wenn ich sie anschaue. Zum Wochenende habe ich sie dann zur Kollegin ins Sekretariat gestellt, damit sie zumindest am Freitag auch was davon hat. Der Maschentreff ist einfach jedesmal ein netter Abendausklang.
      Dir auch ein schönes Wochenende und liebe Grüße, heike

  7. Ich mag deine Architektentasse sehr. Altes schwarz-weiß-Kino ist doch toll, oder?Hier gibt es gerade Stummfilmtage, was ich auch mag, aber der mich interessiert hätte war gleich mit großem Orchester im Kulturpalast zu einem heftigen Preis.
    Eine gute Kaffeemaschine hilft evtl. beim Zeichenprogramm.
    Das Stricktreffen sieht launig aus und ein schönes Zopfmuster, sicher deines! Aber noch nicht die türkise Wolle 😉 Bin gespannt.
    Liebe Grüße,karen

    • Ich mag die Architektentasse auch, so wie überhaupt ganz viele dieser Tassen aus dem finnischen Haus. Altes SW-Kino mag ich, auch weil viele der Filme so avantgardistisch sind. In dieser Reihe bei der Diagonale konnte ich dann auch „Das Kabinett des Dr. Caligari“ sehen, und auch „Orlacs Hände“, beides Klassiker aus Gründen, bei letzterem gab es dann auch ein Familieninteresse und einen gemeinsamen Kinobesuch der erweiterten in Graz ansässigen Schwiegerfamilie. Der Kaffee im Büro ist so lala, vor allem verglichen mit dem, den der Beste zuhause mit unserer Siebträgermaschine zaubert. Aber derzeit braucht es am Nachmittag im Büro einen Schub zugeführte Energie. Das Zopfmuster, ja, das wird für mich. Eigentlich habe ich gar nicht an dem Zopfmuster gestrickt, sondern an einer Mütze, die ich aber noch nicht zeigen konnte. Gestern wurde sie fertig und am Abend nach Ankunft auch gleich dem Geburtstagskind übergeben 🙂
      Deshalb ist der Pulli in Petrol dann auch wieder weiter nach hinten gerutscht auf der Strickliste. Und auch, weil ich demnächst eher Strickjacken benötige, und weniger Winterpullis. Aber ich werde ihn stricken.
      Liebe Grüße, heike

  8. wie schön, dass nach einem offensichtlich anstrengenden arbeitstag so etwas schönes, entspannendes auf dich gewartet hat!
    die kunst auf deinem bord gefällt mir, die gelbe strickjacke ebenso und das stiegenhaus wird immer schöner. kater kasimir höre ich fast maunzen.
    ich mag die architektentasse nur von der anderen seite mit rotem punkt ;))!
    liebe grüße und ein schönes freunde-wochenende,
    mano

    • Es steht noch mehr Schönes auf dem Bord, von mir und auch von anderen, den Ausschnitt habe ich genommen, weil Gelb auf dem Bild ist. Indischgelb, um genau zu sein, eine Farbe, die ich immer wieder gerne verwende. Die dynamischen Striche sind von meinem ehemaligen Chef. Gelbe Strickjacke, ich hätte doch tatsächlich was für niwibos Monatsfarbe. Und wenn Kasimir maunzt, hört man ihn vielleicht tatsächlich bis zu euch, auf jeden fall hört man ihn bis zu den Nachbarn 😉
      Den roten Punkt mag ich auch sehr, auf dieser Seite mag ich die vielen unterschiedlichen Muster.
      Liebe Grüße aus dem schönen Bamberg, heike

  9. Puh, das klingt ja echt nach unangenehmem Stress bei der Arbeit, ich drücke die Daumen, dass es zumindest annehmbarer für Dich wird! Und dann bin ich gespannt, welche Fotoschätzchen Deine Arbeitsstelle noch für uns bereit hält, sie werden ebenso wie der Kater ja langsam zur Tradition bei „12 von 12“, hihi.
    Ein schönes Wochenende wünscht Dir Tanja

    • Das eine oder andere Detail würde unser Büro schon noch bieten. Die Arbeit selbst ist ja nicht so spannend, nimmt aber eben meist einen ziemlich großen Teil meines Tages ein. Also lieber architektonische Bürohausdetails 😉 Der Kater muss sein. Solange es ihn noch gibt, er wird schließlich immer weniger.
      Liebe Grüße, heike

  10. Liebe Heike,
    trotz Arbeit ist es ein schönes 12 von 12 bei dir! Ganz besonders gefällt mir der Eingangsbereich. Und dein Tulpenstrauß im Büro bringt etwas Farbe in den tristen Raum. Dass der Chef euch in der Mittagspause belästigt, finde ich nicht ok.
    Nun schau ich mal noch nach den Monatsspaziergängen.
    Hab einen gemütlichen Abend und eine gute neue Woche!
    Liebe Grüße
    Ingrid

    • So ein Entrée wirkt einfach viel einladender 🙂 Und ich liebe Tulpen, auch die Arbeit war dann viel bunter 😉
      Ein paar Monatsspaziergänge sind bereits, das freut mich. Ich selbst hinke hinterher, bin gerade erst wieder heimgekommen, vermutlich werde ich erst Montag Abend meinen eigenen Spaziergang veröffentlichen können.
      Liebe Grüße, heike

  11. Blumen auf der Arbeit würden mir auch gefallen liebe Heike, das würde mein Büro auch schöner machen.
    Welche Strickjacke hast Du nun gewählt?
    Die Gelbe finde ich besonders schön.
    Und Du hast viel Schönes vor in den nächsten Wochen.
    Ganz liebe Gruß
    Nicole

    • Obwohl Gelb gut zu deinem März gepasst hätte, habe ich mich für Grün entschieden. Nur um dann vor Verlassen des Hauses doch zu einem Pullover zu wechseln, weil mir kalt war. Momentan ist auch noch Pulloverwetter. Aber die gelbe Strickjacke kommt auch wieder zu ihrem Auftritt, die mag ich nämlich auch gerne. Mit dem Tulpenstrauß konnte ich dann sogar noch der Kollegin eine Freude machen, weil ich Freitag frei hatte und ihn auf ihren Tisch gestellt habe. So hatten dann alle was davon 🙂
      Liebe Grüße, heike

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