Bereits zum zweiten Mal hat mein Plan nicht geklappt, einen Spaziergang durch den Grazer Botanischen Garten zu machen. Denn der hat noch Winteröffnungszeiten, und ein Besuch vor der Schließzeit 14:30 ist mit meinem derzeitigen Arbeitspensum schlichtweg einfach nicht machbar gewesen. Und letztes Wochenende habe ich erst zu spät daran gedacht, dass der Botanische Garten nun seit einiger Zeit auch am Wochenende geöffnet hat. In meinem Hirn sind nach wie vor die uralt Öffnungszeiten Mo-Fr 10-12 Uhr verankert, dabei wurden die zum Glück schon vor vielen Jahren ausgeweitet. Nächster Versuch dann zum Pflanzen- und Raritätenmarkt am letzten Aprilwochenende. Nur dass da erfahrungsgemäß immer Menschenmassen unterwegs sind, dem menschenfreien Fotografieren eher hinderlich 😉
Welch ein Glück und auch Freude, dass wir kurz nach Ostern Besuch von der liebsten Cousine und der Patentochter hatten. Beide kamen mit Begleitung, die Graz kaum oder gar nicht kannte, und so waren neben einer Stadttour auch ein paar Infos zu meiner schönen Wahlheimatstadt gefragt. Da es hier beim Monatsspaziergang und auch sonst bereits die eine oder andere Stadttour in der Innenstadt gab, habe ich mich auch diesmal wieder auf eher noch nicht gezeigte Details beschränkt. Durchaus auch im Sinne von Kristinas Grundidee zum Monatsspaziergang, Fotografieren und Sehen schärfen, und zwischen 4 bis maximal 25 Fotos.
Der Besuch kam gegen die Mittagszeit in Graz an. Da ich am Vormittag noch arbeiten war, übernahm der Beste den Weg in die Innenstadt, und wir trafen uns in einem Café in Büronähe.

Wir starteten also in Uninähe, und während des Wegs durch den Stadtpark, das Paulustor und die Paulustorgasse über Sporgasse, Hofgasse, Freiheitsplatz zur Burg und der Doppelwendeltreppe habe ich viel erzählt und erklärt und kein einziges Foto gemacht. Die geneigten Leser*innen kennen das alles aber eigentlich eh schon.



Karl II. Franz von Innerösterreich holte zur Unterstützung der Gegenreformation 1572 die Jesuiten nach Graz. Nicht von ungefähr also ist das ehemalige Jesuitenkollegium neben Burg, Dom und Mausoleum als Teil der Stadtkrone zu sehen. Aus dem Kollegium ging auch die Grazer Universität mehr oder weniger hervor. Im großen Komplex des ehemaligen Jesuitenkollegiums befindet sich heute das Priesterseminar und das Diözesanmuseum. Und im Hof der Schneemann.




Natürlich haben wir auch Hauptplatz, Herrengasse, den Landhaushof und auch die Fassade des Zeughauses gesehen. Die Fotos davon habe ich dem Besuch überlassen. Durch das Franziskanerviertel sind wir dann Richtung Mur und Hauptbrücke geschlendert. Ein Teil des Besuchs wollte unbedingt in den Museumsshop des Kunsthauses. Bitte, gerne.


Der Schloßberg bzw. dessen Besteigung war dann auch das nächste Ziel nach erfolgreichem Besuch des Kunsthausshops.



Wieder erfrischt machen wir uns an den Aufstieg. Über die Stiegen natürlich. Aufzug? Schloßbergbahn? Gibt es, ja, aber nicht mit uns.










Und nun freue ich mich auf eure Monatsspaziergänge.

wie schön, wieder in graz mit dir unterwegs zu sein und wieder neues zu entdecken. für den uhrturm habe ich inzwischen „den blick“ und habe ihn schon öfter in dokus oder auch filmen gesehen.
heute gefällt mir besonders das sesselpaar mit dem steinernen becken daneben und auch die steinerne, „unbequeme“ bank auf dem schlossberg. auch das blütenparadies und der weg zwischen blühenden kirschbäumen gefällt mir. ihn hätte ich auch lieber genommen als die rutsche! „derzeit freiwillig gestatteter zugang“ ist auch ein ist auch nicht zu verachten.
danke fürs mitnehmen, der botanische garten läuft dir ja nicht weg! mein spaziergang durch ein hübsches dänisches dorf braucht noch ein bisschen bearbeitung…
liebe grüße von mano
Der Uhrturm ist schon auch besonders, ich mag ihn sehr. Man sieht ihn auch von vielen Stellen in der Stadt, wie es für einen Uhrturm auch passend ist. Der Kirschbaumweg war schon sehr im Schatten und nicht gut zu fotografieren, aber besser als die Rutsche. Diese Röhre ist nix für mich. Den anderen hat es Spaß gemacht 😊
Ich hätte gerne mal was Neues gezeigt, aber der Botanische Garten läuft nicht weg, das stimmt. Nimm dir die Zeit die du brauchst für deinen Spaziergang. Die Verlinkung ist wie immer bis Monatsende möglich.
Liebe Grüße, heike
Na, dann kann ich dir ja den Kölner Botanischen Garten heute ersatzweise bieten. Komisch, solch seltsame Öffnungszeiten! ( Aber ich habe auch gelesen, dass der in der Stadt meiner Jugend, Bonn, inzwischen auch Eintritt nimmt. ) Das ist man in Köln nicht gewohnt. Aber der Garten ist auch städtischer Besitz, nicht Teil der Universität.
Mir hat allerdings der erneute Einblick in deine Stadt gut gefallen. Und blühen tut es darin doch auch viel.
Einen schönen Sonntag wünscht dir
Astrid
Hätte gut gepasst, Botanischer Garten bei dir und bei mir. Der in Köln ist schon sehr schön. Und scheint mir um einiges größer als der Grazer zu sein. Der nach wie vor zur Universität gehört und auch kostenlos besichtigt werden kann. Die öffnungszeiten sind ja nun auch um einiges besser. Die Leechkirche, die auch zur Universität gehört, ist immer noch nur einige wenige Stunden Mo-Fr geöffnet, und in den Ferien gar nicht. Ich arbeite in Sichtweite, und habe es seit Jahren nicht geschafft, mal wieder hinein zu gelangen. Blühen tut es derzeit allerorten, das stimmt, und es wirkt überaus freundlich so. Der Botanische Garten läuft nicht davon, und würde auch mehr als nur einen Monatsspaziergang bieten.
Dir auch einen schönen Sonntag und liebe Grüße, heike
In Graz war ich früher mal mit meinen Eltern, also bereits eine halbe Ewigkeit her. Aus diesem Grund gefällt mir dein Spaziergang ausgesprochen gut und ich konnte viel Neues sehen und lernen. Die blühenden Beete sind ein richtiger Augenschmaus und ich denke dein Besuch hat sich über die Führung sehr gefreut.
Liebe Sonntagsgrüße
Arti
Zu den ikonischen Sehenswürdigkeiten gibt es bereits bei mehreren Spaziergängen Fotos, deshalb hier eher auch Nettes, aber eben Unspektakuläres. Bis auf den Uhrturm, der muss einfach immer sein 😉 Den jugendlichen Teil des Besuchs habe ich mit etwas zu viel Info fast erschlagen, aber sie haben gut durchgehalten 😉
Liebe Grüße, heike
Ja, echt seltsame Öffnungszeiten, aber ich möchte auch in den unseren, soll es dort doch Samen geben zum Verkauf. Der Aufstieg sieht sehr sportlich aus, weil steil. Ich mag Uhrentürme sehr, es gibt ja ansonsten eh kaum noch Zeitanzeiger.Ungwöhnlich der holzbelassene Aufbau, ist doch so etwas oft ersetzt worden wegen Brandgefahr.
Man kann den ganzen Berg hinabrutschen? Ob ich das wollen würde.. aber sicher ein gutes Argument Kinder &Co. zum Aufstieg zu bewegen.
Herzliche Sonntagsgrüße, Karen
Am letzten Aprilwochenende ist Pflanzen- und Raritätenmarkt im Botanischen Garten, da möchte ich hin. Kaufe ich dort doch immer meine wenigen Tomatenpflanzen. Und auch die fast schwarze japanische Strauchpäonie stammt von diesem Markt. Die Südwestflanke des Schlossbergs mit der Stiege ist sehr steil, ich bin da immer ausser Atem, bis ich oben bin. An Nord- und Ostseite gibt es mäandernde Wege, die sind nicht ganz so steil. Und auch die (beschrankte) Lieferzufahrt erfolgt über den Karmeliterplatz. Der hölzerne Laubengang diente der Ausschau nach Feuern, war der Uhrturm doch gleichzeitig Feuerwachturm. Die Uhr mit dem großen Stundenzeiger (der kleinere Minutenzeiger wurde erst sehr viel später ergänzt) sah man von vielen Stellen der Stadt, es fällt auch heute noch auf dass sehr viele Gassen Uhrturmblick haben. Obwohl der Uhrturm nicht an der höchsten Stelle des Schlossbergs situiert ist, sondern im niedriger gelegenen Vorbereich der abgegangenen Festung stand. Die Rutsche führt dann auch von den Uhrturmkasematten, also von nicht ganz oben, durch den Berg um den Lift herum nach unten. Ist also keine Freiluftrutsche, sondern eine Röhre, und deshalb definitiv nichts für mich. Die Jugend (16-18) wollte dann auch hauptsächlich wegen der Rutsche auf den Schlossberg. Auch meine 12-jährige Nichte will bei jedem Besuch auf den Schlossberg. So oft wie in den letzten Jahren war ich lange nicht oben 😉 Der Ausblick allein ist es jedesmal wieder wert.
Einen schönen Sonntag noch und liebe Grüße, heike
Ach, ich finde es gar nicht schlimm dass Du es nicht in den Botanischen Garten geschafft hast, zeigst Du doch dafür sooo viele andere schöne Fotos von Graz. Ich bin sehr gerne mit Dir spaziert, und auf den Botanischen Garten freue ich mich dann ein anderes Mal.
Liebe Grüße Tanja
Ich hatte ein bisschen Bedenken, bin ich mit Besuch doch immer auf ähnlichen Routen unterwegs, weil immer mindestens ein Grazfrischling dabei ist. Aber Graz ist so vielfältig, da finden sich auch auf wiederholt begangenen und gezeigten Wegen immer noch neue Details 🙂 Und der Botanische Garten kommt, irgendwann.
Liebe Grüße, heike
Das war wieder sooooo schön mit euch. So oft schon gemacht und immer wieder einfach voll Grazliebe. Vielen Dank und viele Bussis von Elke und dem Rest der Familie. 🙂
Immer wieder gerne 😊
Big Hug und bis bald, heike
Liebe Heike, so ein schöner Spaziergang! Haben doch er und dein vorheriger Beitrag wieder die Erinnerung an den schönen Besuch letztes Jahr in Graz geweckt.
Meinen Beitrag zum Monatsspaziergang muß ich noch schreiben, das hat auch nicht so wie gewünscht geklappt.
LG Gabi
Ja, viel davon hast du auch gesehen. nur am Schlossberg waren wir nicht. Du musst also mal wieder kommen 😉
Liebe Grüße, heike
Wie, Du rutscht nicht? Nach dem Aufstieg und schönem Ausblick (immer wieder gern) wäre das für mich ein krönender Abschluss. 😆😉
So viel Besonderes und Schönes wieder! Die Erker Sitzgruppe mit Weihwasserbecken mag ich sehr, aber das kleine Haus mit den extremen Höhenunterschieden der Nachbarn hat es mir auch angetan.
immer ein Genuß, Deinen Spaziergängen zu folgen
Sende liebe Grüße
Nina
Enge Röhre sage ich da nur 😉 Außerdem mag ich den Abstieg auch gerne. Vor allem wenn man an dem hübschen kleinen Haus vorbeikommt. Das Weihwasserbecken ist, obwohl Deutschordenshaus, keines. Sondern die Wasserentnahmestelle für die Hausgemeinschaft, als noch nicht jede Wohnung fließend Wasser hatte. Da war die Bassena im Stiegenhaus oder Laubengang allgegenwärtig. In Wien vor allem findet man sie noch in vielen Gründerzeitlichen Zinshäusern. Die hier ist nochmal besonders, weil nicht aus emailliertem Gusseisen wie üblich, sondern aus Stein. Das Ensemble wird durch die Bassena jedenfalls auch nochmal aufgewertet 😊
Liebe Grüße, heike
Mit jedem Post über Graz steigt meine Vorfreude liebe Heike.
Die Rutsche vom Schlossberg muss ich mir merken.
Es sind ja jetzt nur noch ein paar Wochen, mal schauen, was dann so alles blüht.
Ich muss mich mal langsam um ein paar Sightseeing Punkte kümmern.
Danke für den schönen Rundgang, lieben Gruß
Nicole
Liebe Heike,
deinen Monatsspaziergang in Graz finde ich wieder sehr beeindruckend. So viele tolle Bilder! Ich bin sehr angetan. Herrliche Blütenpracht und wunderschöne Ausblicke am Schlossberg. Aber mein absolutes Lieblingsbild ist das Foto „Haus am Fuße des Schlossbergs“. Bild zwei das darüber.
Hab eine feine Woche!
Liebe Grüße
Ingrid
Das Haus am Fuße des Schlossbergs mag ich auch sehr. Und ich habe selbst erst letztes Jahr entdeckt, dass im Frühling am Schlossberg sehr viele bunte Frühlingsblüher blühen. Von alle paar Jahre bin ich ja nun bei ein paarmal pro Jahr auf den Schlossberg angelangt 🙂
Liebe Grüße, heike
Du zeigst sooo viele schöne Fotos von Graz, da macht es gar nichts, dass du den Botanischen Garten nicht geschafft hast. Da freue ich mich auf einen der nächsten Spaziergänge und sicher blüht es dann auch wundervoll im Botanischen Garten. Jedenfalls blüht es jetzt im Frühling auch ganz wunderbar in deiner Stadt.
Einen lieben Gruß von Marita
Jetzt am letzten Aprilwochenende war ich im Botanischen Garten zum Pflanzenmarkt. Leider wieder nichts für den Monatsspaziergang, denn es waren zuviele Leute. Den Botanischen Garten zeige ich lieber mal nicht ganz so belebt 😉 Die bunten Blüten der Zwiebelblumen beleben die Stadt ungemein. Und auch die zarten Blüten der Obstbäume, so man Einblick in Innenhofoasen hat, wie vom Bürobalkon aus auf einen großen Kirschbaum. Jetzt wo alles frisch ergrünt, nehme ich wieder ganz stark jedes einzelne Stadtgrün wahr und erfreue mich daran.
Liebe Grüße, heike