Monatsspaziergang im April 2026

Bereits zum zweiten Mal hat mein Plan nicht geklappt, einen Spaziergang durch den Grazer Botanischen Garten zu machen. Denn der hat noch Winteröffnungszeiten, und ein Besuch vor der Schließzeit 14:30 ist mit meinem derzeitigen Arbeitspensum schlichtweg einfach nicht machbar gewesen. Und letztes Wochenende habe ich erst zu spät daran gedacht, dass der Botanische Garten nun seit einiger Zeit auch am Wochenende geöffnet hat. In meinem Hirn sind nach wie vor die uralt Öffnungszeiten Mo-Fr 10-12 Uhr verankert, dabei wurden die zum Glück schon vor vielen Jahren ausgeweitet. Nächster Versuch dann zum Pflanzen- und Raritätenmarkt am letzten Aprilwochenende. Nur dass da erfahrungsgemäß immer Menschenmassen unterwegs sind, dem menschenfreien Fotografieren eher hinderlich 😉

Welch ein Glück und auch Freude, dass wir kurz nach Ostern Besuch von der liebsten Cousine und der Patentochter hatten. Beide kamen mit Begleitung, die Graz kaum oder gar nicht kannte, und so waren neben einer Stadttour auch ein paar Infos zu meiner schönen Wahlheimatstadt gefragt. Da es hier beim Monatsspaziergang und auch sonst bereits die eine oder andere Stadttour in der Innenstadt gab, habe ich mich auch diesmal wieder auf eher noch nicht gezeigte Details beschränkt. Durchaus auch im Sinne von Kristinas Grundidee zum Monatsspaziergang, Fotografieren und Sehen schärfen, und zwischen 4 bis maximal 25 Fotos.

Der Besuch kam gegen die Mittagszeit in Graz an. Da ich am Vormittag noch arbeiten war, übernahm der Beste den Weg in die Innenstadt, und wir trafen uns in einem Café in Büronähe.

Netter Beginn eines netten Nachmittags.

Wir starteten also in Uninähe, und während des Wegs durch den Stadtpark, das Paulustor und die Paulustorgasse über Sporgasse, Hofgasse, Freiheitsplatz zur Burg und der Doppelwendeltreppe habe ich viel erzählt und erklärt und kein einziges Foto gemacht. Die geneigten Leser*innen kennen das alles aber eigentlich eh schon.

Farbtupfer am Karmeliterplatz.
Farbtupfer am Dom, hinter dem Mausoleum.
Im Innenhof des Priesterseminars. Vom traurigen Schneemann hatte ich erst kürzlich wieder gelesen, die Gelegenheit war günstig, endlich selbst mal vorbeizuschauen. „Das Erforschen der Dauer“, Brunnenskulptur von Manfred Erjautz, 2005

Karl II. Franz von Innerösterreich holte zur Unterstützung der Gegenreformation 1572 die Jesuiten nach Graz. Nicht von ungefähr also ist das ehemalige Jesuitenkollegium neben Burg, Dom und Mausoleum als Teil der Stadtkrone zu sehen. Aus dem Kollegium ging auch die Grazer Universität mehr oder weniger hervor. Im großen Komplex des ehemaligen Jesuitenkollegiums befindet sich heute das Priesterseminar und das Diözesanmuseum. Und im Hof der Schneemann.

Arkadengang im Priesterseminar. Ein Hofbild mit Schneemann habe ich mir wegen der vielen ebenfalls den Hof bevölkernden Stehzeuge verkniffen.
Altbekannter Hof, neue Perspektive. Und ein Sesselpaar für die Sammlung. Eine hübsche Bassena außerdem. Arkadengesäumter schmaler Innenhof des Deutschordenshauses in der Sporgasse.
Ebenda. So oft schon habe ich den Hof fotografiert und gezeigt, und so klein er ist, er bietet doch immer noch neue Details und Perspektiven.
Aufstieg zur Stiegenkirche in der Sporgasse.

Natürlich haben wir auch Hauptplatz, Herrengasse, den Landhaushof und auch die Fassade des Zeughauses gesehen. Die Fotos davon habe ich dem Besuch überlassen. Durch das Franziskanerviertel sind wir dann Richtung Mur und Hauptbrücke geschlendert. Ein Teil des Besuchs wollte unbedingt in den Museumsshop des Kunsthauses. Bitte, gerne.

Hauptbrücke
Kunsthaus. Und gespiegelt die gesamte gegenüberliegende Murseite, gut erkennbar die Franziskanerkirche mit Zwiebelturm, und auch der Uhrturm am Schloßberg.

Der Schloßberg bzw. dessen Besteigung war dann auch das nächste Ziel nach erfolgreichem Besuch des Kunsthausshops.

Wieder zurück auf der anderen Murseite entlang des Wegs ein aufgelassener Jeansshop mit Resten der Türdeko.
Abkürzung durch das Kaufhaus.
Und wenn wir eh schon beim Kastner sind, bietet sich doch eigentlich ein Besuch der Dachterrasse mit Blick zum Schloßberg an. Durstig waren wir auch, und die Jugend wollte eine Pause.

Wieder erfrischt machen wir uns an den Aufstieg. Über die Stiegen natürlich. Aufzug? Schloßbergbahn? Gibt es, ja, aber nicht mit uns.

Wir nähern uns.
Auch am Schloßberg blüht es. Und wie es blüht.
Über all dem bunte Blüten bewundern den grandiosen Ausblick nicht vergessen. Blick nach Südwesten.
Schöne Abendstimmung. Lange wird es nicht mehr dauern, bis die Glyzinie blüht.
Leider nix mit ausruhen. Die Jugend drängt, wollen sie doch unbedingt über die Rutsche hinunter, und die schließt um 19 Uhr. Allzu bequem sieht die Bank eh nicht aus.
Der Besuch nimmt die Rutsche, der Beste und ich den Fußweg an der Nordseite, der zum Karmeliterplatz führt. Die Rutscher treffen wir wieder am nordseitigen Ausgang des Schlossbergstollens.
Hübsches Haus mit ebenso hübsch klingender Adresse, Am Fuße des Schloßbergs.
Vom Karmeliterplatz kann man auch zum Stadtpark hinunter steigen. Man muss es nur wissen und die Stiege finden. Beim ehemaligen Verkehrserziehungsplatz ist nun zusätzlich ein Spielplatz angesiedelt.
Stadtparkbrunnen, vom schwindenden Abendlicht beschienen. Und wir machen uns auf zum reservierten Tisch und Pizza essen. So ein Stadtspaziergang mit Bergwertung macht hungrig.

Und nun freue ich mich auf eure Monatsspaziergänge.

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