Der 12. Tag im August ist ein Mittwoch und somit ein Arbeitstag. Und gleichzeitig ist er ein ganz besonderer Tag, zumindest wenn man sich mit Himmelsphänomenen beschäftigt. Aber vielleicht fangen wir doch erstmal mit dem Morgen an.
Nach dem Weckerläuten gewöhne ich mich noch ein paar Minuten ans Wachsein und höre der Mönchsgrasmücke draußen beim zetern zu (Dass es eine Mönchsgrasmücke ist weiß ich auch nur weil ich diesen Ton in letzter Zeit oft gehört habe und deshalb den Besten und seine Vogel-App bemüht habe). Auch dieser Tag scheint wieder ein sonniger und heißer Tag zu werden. Der kurze Regenguss vom Vortag, gerade so lange wie meine Heimfahrt vom Büro mit dem Fahrrad gedauert hat, ist quasi in Sekundenschnelle verdampft und hat kaum für Abkühlung gesorgt. Immerhin ist es über Nacht auf 18 Grad abgekühlt. Draußen. Drinnen ist es trotz nachts durchlüften immer noch viel zu warm.Der Kater ist hungrig und hat dies auch schon lautstark kundgetan. Trotzdem wird zuerst die Morgenkühle zum Lüften auch im Erdgeschoss genutzt. Aber dann bekommt er sein Futter, und er frisst auch ziemlich alles auf. Beim Öffnen der Terrassentür im Wohnzimmer tönt mir schon das Gesummse der vielen fleißigen Bienen entgegen, die sich über die Blüten der Gaura hermachen. Nur fotografisch einfangen lassen sie sich nicht so einfach.Eine schnelle Dusche mit dem frisch nachgekauften Lieblingsduschgel. Lila Lavendel als Kontrast zu unseren Badfliesen, von uns liebevoll Eierspeiskacheln genannt. Heute nur ein Kaffee, und der ist nicht für mich. Denn ich habe um kurz nach 8 einen Termin zur Blutabnahme bei der Hausärztin.Blutabnahme erfolgreich erledigt, danach noch schnell zur Apotheke, denn wegen meines seit Wochen andauernden Hustens habe ich nun doch Antibiotikum verschrieben bekommen. Im Hintergrund der Schloßberg, unser Ziel für den Abend.Heute bin ich früher im Büro als sonst. Lichtspiele der Jalousie hinter dem Arbeitsplatz des mir gegenüber sitzenden Kollegen. Der heute Homeoffice macht, ebenso wie die neue Kollegin. Ich habe also unseren Büroraum für mich alleine.Wovon ich nicht gar so viel habe, denn am Nachmittag bin ich selbst unterwegs. Mit dem Auto zu einer Besprechung auswärts, Hin- und Rückfahrt dauern länger als die eigentliche Besprechung. Immerhin hat unser kleines Büroauto eine Klimaanlage.Die Kollegin war so lieb und hat mir ebenfalls SoFiBrillen besorgt.Der Beste, die liebste Cousine und der Sohn des Freundes waren am Nachmittag in der Stadt unterwegs, wir treffen uns zum frühen Abendessen in einem Lokal in Büronähe. Es gibt zwar auch draußen Sitzplätze, aber wir entscheiden uns für das gekühlte Innere. Dann erklimmen wir zusammen mit vielen anderen Menschen den Schloßberg. Und treffen oben auf noch viel mehr Menschen, die alle hoffen von dort oben die partielle Sonnenfinsternis gut sehen zu können. Leider macht der noch etwas höhere Rücken des Plabutsch einen Strich durch die Rechnung. Die Sonne verschwindet bereits um 19:50 hinter dem Plabutsch, da hat der Mond erst etwa ein Drittel verdeckt. Immerhin haben wir das Pacman-Stadium noch sehen können. Der Freund am Schöckel hatte ein bisschen mehr Glück. Die Freunde in Spanien sowieso, von dort kam dann ein Sonnenfinsternisfoto.Beim Heimweg am Botanischen Garten vorbei musste dann noch ein Foto dieser Pflanzenbeleuchtung gemacht werden.
Nun sitze ich bei offener Terrassentür und bringe meine 12 Fotos des Tages in Beitragsform. Ab und zu zirpt eine Grille, vorhin hat ein Käuzchen von sich hören lassen, im Nachbargarten rascheln die Rehe. Die Frau, bei der es Draußen nur Kännchen gibt, sammelt dankenswerterweise wieder, wie jeden Monat, unsere 12 von 12.
Außerdem sucht niwibo im August Lila, neben meinem lila Lavendel Duschgel fand sich da vor allem das lila Eisenkraut am Schloßberg, das auch der Segelfalter ganz toll fand.