12 von 12 im Februar 2026

Ein neuer Monat, neue 12 von 12. Auch der 12. Februar ist ein Arbeitstag, ein Donnerstag diesmal. An dem ich während des Tages meist das Fotografieren vergessen habe. Mehr als 12 Fotos waren es am Ende des Tages trotzdem, auch weil es diesmal noch Abwechslung vom Alltagstrott gab. Hier sind sie also, meine 12 Bilder des Tages.

Der Kater ist gefüttert und braucht noch eine Kuschelrunde. Ich genieße den morgendlichen Milchkaffee, bevor ich mich aufs Fahrrad schwinge und ins Büro radle.
Vor der Haustür spitzen die Schneeglöckchen bereits aus der Erde.

Diesmal am Weg zur Arbeit: Ein Auto, das gegen die Einbahn fuhr. Da fühlt man sich als Radfahrer plötzlich noch verletzlicher. In der gleichen engen Gasse, in der 2 Tage zuvor ein rechts am Straßenrand anhaltendes Auto plötzlich ohne Blinken nach links zog und ich nur um Haaresbreite einem Niedergefahren werden entging. Ich freue mich schon auf in zweieinhalb Jahren, wenn die Megabaustelle endlich vorbei ist und ich wieder meine alte Strecke zur Arbeit radeln kann.

Heil im Büro angekommen begrüßt mich der Tulpenstrauß, den ich gestern gekauft und dann am Abend im Büro vergessen habe. Erfreue ich mich eben im Büro daran. Ansonsten Business as usual, an diesem Tag allerdings in einem recht ruhigen Büro. Es waren nur zwei weitere Kollegen anwesend, der Rest war entweder Baustelle, Urlaub oder krank.
Das Stiegenhaus wurde an diesem Arbeitstag auch öfter als üblich frequentiert, nicht nur beim Kommen und Gehen. Auch beim Mittagessen in der Pizzeria am Ende der Sackgasse holen. Und beim gemeinsamen Hochtragen der vielen Kartons der Papierbestellung, die der Lieferant ohne Bescheid zu geben hinter der Haustür deponiert hatte.

Ich bin dann auch etwa 2 Stunden früher als üblich gegangen, denn ich hatte noch was vor.

Rauf aufs Rad und rein in die Stadt. In der Paulustorgasse gegenüber dieser hübschen Deko das Fahrrad abgestellt und abgesperrt. Um mich mit der Schwägerin im Volkskundemuseum zu treffen, ich hatte uns beide zu einer Führung angemeldet.
Die kleine Ausstellung im Kabinett zu Kreuzstich hatten wir beide bereits letztes Jahr gesehen. Dass nach wie vor monatlich eine Führung dazu angeboten wird, habe ich erst vergangenen Dienstag so richtig registriert. Und mich gleich für die nächste angemeldet, die passenderweise nur 2 Tage später angeboten wurde. Wir waren dann auch die einzigen beiden Teilnehmerinnen an der Führung, was einerseits schade war, andererseits für uns aber auch recht angenehm. Konnten wir doch auch viele Fragen stellen, und haben auch noch so einiges erfahren.
Sehr interessant auch, dass die frühen Kreuzsticharbeiten alle sehr bunt waren. Die Einschränkung auf rotes Stickgarn auf weißem Grund kam erst im frühen 20. Jahrhundert. Von wegen die einzig wahre traditionelle Kreuzstichstickerei.
In einer Vitrine im Volkskundemuseum Einstimmung auf den nächsten Programmpunkt des Tages.
Denn es ist Donnerstag und somit wie jeden Donnerstag außerhalb der Ferien Maschentreff. Wir sind wieder mal eine recht große Runde, und wir hatten interessante Gesprächsthemen und haben viel gelacht. Die Schwägerin allerdings hat nur kurz Hallo gesagt und ist dann zu ihrer Chorprobe aufgebrochen. Ich stricke am dritten Anlauf dieses ansich gar nicht schweren Pullovers, nun sollte die Größe endlich passen.
Daheim dann mit etwas Verspätung in den Livestream des Protestsongcontest eingestiegen, der wie jedes Jahr seit 23 Jahren am 12. Februar im Wiener Rabenhoftheater stattfindet und vom Radiosender FM4 veranstaltet wird. Gewonnen hat die junge All-Girls-Band Black SunZet mit dem Punkrocksong „My Body, my Choice“ über Gewalt an Frauen. Ein Thema, das leider nach wie vor sehr aktuell ist, ebenso wie schon wieder viel zu viele Femizide. Bereits im letzten Jahr hatte mit „Jedermann“ von Chovo ein Song zum gleichen Thema gewonnen. Auf der Seite von FM4 gibt es Info zu Black SunZet und Chovo, wer interessiert ist.

Als Kontrastprogramm dazu haben wir uns dann noch die letzte halbe Stunde der Übertragung vom Wiener Opernball angesehen. Davon gibt es kein Foto. Spät ist es nun auch, ab mit den Fotos zu Draußen nur Kännchen, wo die 12 von 12 dankenswerterweise wieder wie jeden Monat gesammelt werden.

34 Kommentare

  1. Sehr heftig, die wiederholten Versuche, Dich vom Rad zu holen. Als Radfahrer hat man ja nichts um sich 🍀 (außer dumme Autofahrer)
    Ich bewundere wieder das Bild von Eurer Stiege/Treppenhaus. Noch mehr aber die unglaublichen Stickarbeiten! So unterschiedlich, so ähnlich, so viel Können.
    Und das Treffen dann noch um zu stricken und mehr war ja nicht nur produktiv. Schade, dass es immer noch notwendig ist, auf diese Missstände hinzuweisen. Wobei Schade und Missstände untertrieben sind.
    Liebe Grüße zu Dir
    nina

    • Leider muss ich täglich im Straßenraum die Erfahrung machen, dass je größer die Blechkiste, desto geringer die Achtung vor der körperlichen Unversehrtheit derjenigen, die keine schützende Blechhülle um sich haben. Und bin froh, dass mir die letzten 30 Jahre als Alltagsradlerin im Grazer Straßenverkehr bisher nur einmal und ganz am Anfang eine leichte Gehirnerschütterung wegen einer mir in den Weg springenden Autotür eingebracht haben (und fahre seither mit Helm. Wenige Jahre später haben zwei RadlerInnen innerhalb eines Monats eine sich abrupt öffnende Autotür nicht überlebt). Defensiv und vorausschauend fahren ist die Überlebensstrategie. Hätte ich nicht befürchtet, dass sich bei dem stehenden Auto (das ein Kleinwagen mit einer Land-Nummerntafel war) die Fahrertüre öffnen würde und wäre nicht präventiv weiter nach links gefahren, wäre ich angefahren worden. Mit dieser Erfahrung von 2 Tagen zuvor war ich dann beim bereits auf die Seite fahrenden Geisterfahrer auch entsprechend vorsichtig und wurde prompt von einem hinter mir fahrenden BMW angehupt weil ich seiner Meinung nach zu langsam fuhr. Und man sollte nicht glauben wieviele Autos beim Rechtsabbiegeverbot am Ende der Gasse zu davon ausgenommenen Radfahrern werden… Man merkt dass ich die Erlebnisse dieser Woche noch nicht ganz verdaut habe, so viel wollte ich eigentlich nicht darüber schreiben. Kürzen werde ich es nun aber nicht 😉
      Die Stickarbeiten sind wundervoll. Nicht alles ist rein Kreuzstich, aber doch das meiste. Und es sind einige sooo feine Stopfarbeiten auf einigen der Mustertücher. Die Strickabende sind immer sehr schön, eine manchmal nicht nur weibliche Runde mit ganz viel Austausch und positiver Energie. Das Thema Gewalt gegen Frauen (und nicht nur gegen diese) ist so alt wie die Menschheit. Und gerade weil es momentan wieder Rückschritte gibt, ist es wichtig immer wieder und laut darauf hinzuweisen, dass das nicht in Ordnung ist. Die Jury und das Publikum beim Protestsongcontest waren offensichtlich auch dieser Meinung.
      Liebe Grüße, heike

      • Ja, das kenne ich. Ich fahre in Berlin und habe auch öfter Nahtod-Erlebnisse. Defensiv fahren und gucken, ob der Abbieger einen anguckt, rettet das eigene Leben, wenn man Rad fährt. Mein Mann leitet aus dem Fahrverhalten vieler Autofahrer ab, dass es scheinbar eine Regel gibt die lautet: Radfahrer müssen immer und unter allen Umständen überholt werden!
        Eindrucksvoll, wie ein Auto auf einer Kreuzung von zwei vierspurigen Straßen in die Linksabbiegerspur der Gegenrichtung fuhr, weil es notwendig war, mich zu überholen…

        • Die Radfahrer-Überhol-Regel erlebe ich auch mehrmals wöchentlich. Besonders spannend bei Gegenverkehr, denn auch dann gilt die Regel, Abstandsregeln hingegen nicht…
          Berlin stelle ich mir jedenfalls nicht angenehm zum Radeln vor. Wobei, auch in New York und London war Radeln machbar, man muss die Route eben gezielt planen und große Straßen meiden. Ist im Urlaub natürlich leichter umsetzbar als im Alltag.
          Liebe Grüße, heike

  2. Zweieinhalb Jahre nicht umfahren lassen, das zieht sich ja noch ein bisschen. Ich drücke die Daumen!
    Euer Stiegenhaus sieht sehr viel hübscher aus als unseres. Und dein Nachmittagsprogramm gefällt mir gut, da wäre ich auch mitgekommen!

    • Dabei ist die Strecke noch die harmlosere, die ich bewusst gewählt habe, weil mir die kürzere Strecke auf der innerstädtischen Landesstraße mit Tempo 50 noch weniger angenehm ist als die Route mit fast durchgehend Tempo 30. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten wird es dann auch etwa 500m Radweg geben. Und die momentan baustellengenervten Autofahrer vielleicht auch wieder mehr Rücksicht auf andere sich im Stadtraum aufhaltende Individuen nehmen, die Hoffnung stirbt zuletzt 😉 Das Stiegenhaus mag ich auch. Dabei ist es eines von vielen im Ring an Gründerzeitvierteln um die Altstadt, nichtsdestotrotz ist es schön 🙂 Viel zu selten mache ich solche Ausnahmen vom Alltagstrott, und immer bin ich nachher froh mich aufgerafft zu haben. Dass die Führung ausgerechnet am 12. war, war dann ein schöner Zufall 🙂
      Liebe Grüße, heike

  3. Das war aber ein sehr schöner ausgefüllter Tag! Die Ausstellung finde ich interessant, und schön, dass die Führung auch nur für euch Zwei stattgefunden hat. Gut dass in der Einbahnstraße nicht mehr passiert ist; meiner Tochter ist am Montag ein Auto im Kreisverkehr entgegen gekommen, da wird einem schon ganz anders…
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, liebe Grüße Tanja

    • Die Führung hätte auch bei nur einer Person stattgefunden, wurde mir versichert. Ich fand es trotzdem nett. Mit den zusätzlichen Informationen konnte man dann die unterschiedlichen Stickmustertücher noch ganz anders wahrnehmen. Manchen scheinen sie vermutlich auf den ersten Blick langweilig, aber wenn man dann genauer schaut gibt es so viel zu entdecken. Ein Goldfischglas zum Beispiel… (das Foto konnte ich leider noch nicht zeigen).
      Gut dass deiner Tochter außer einem Schreck hoffentlich nichts passiert ist. Bei Kindern wird einem dann nochmal ganz anders…
      Liebe Grüße, heike

  4. Da möchte ich doch glatt sofort in Graz vorbeidüsen und mir die Ausstellung ansehen. Wie lang geht sie noch?
    Das klingt gar nicht gut mit deiner Fahrradstrecke! Ich drücke die Daumen, dass die Baustelle vorfristig fertig wird! Verrätst du mir, was du strickst, ich finde immer, das du sehr interessante Modelle aufstöberst.
    viele Grüße Karen

    • Es gibt glaube ich noch kein festgelegtes Ende für die Ausstellung. Es ist geplant, im Kabinett immer mal wieder Themenbereiche aus dem Depot für einige Zeit wieder vor den Vorhang zu holen. Immerhin besitzt das Volkskundemuseum etwa 30.000 Exponate, wie wir gestern gehört haben, die wenigsten davon können permanent gezeigt werden. Die Kreuzstiche sind bereits seit einem Jahr zu sehen. Es ist nur ein Raum, mein eines Übersichtsfoto deckt schon viel davon ab. Nichtsdestotrotz kann man dort viel Zeit verbringen. Graz ist übrigens sowieso einen Besuch wert 😉
      Ich kämpfe gerade mit dem Wool & Honey Sweater von Dreareneeknits. Das Modell ist interessant und die Anleitung ansich gut gemacht. Das Problem ist die Größe, und ich bin nicht die einzige, die mit der sehr weiten kastigen Form und der kaum zu schaffenden Maschenprobe so ihre Schwierigkeiten hat. Nach etwa eineinhalb Jahren Strickruhe habe ich mir das Strickstück wieder vorgenommen. Die Originalwolle kann ich auch nicht empfehlen, sie ist so wenig verzwirnt dass sie bei etwas stärkerem Anziehen am Faden schonmal gerne abreisst. Trotzdem werde ich den Pullover jetzt fertigstellen, mir gefällt die Farbe und auch das Muster, mit den nun vorgenommenen Adaptierungen sollte er gut werden. Auf Ravelry (ich bin dort unter 3hefecit zu finden) habe ich meine Projekte und auch viele interessante Modelle als Favoriten abgespeichert, ebenso meine dort verknüpften Friends, die absolut als Modellscouts fungieren 😉
      Liebe Grüße, heike

      • Graz ist nach wie vor gut zu erreichen von hier, zwar lang…irgendwann!Habe mir den Pullover eben angesehen und bei den Bildern kann man schon erahnen , dass es Probleme gibt. Ja bei den Runden von Oben kann man nicht so gut korrigieren, was Schulterbreite, Oberweite angeht. Nach den bildern würde ich es wohl gar nicht versuchen, dannn drücke ich dir die Daumen, dasses gut zu Ende geht. Der Auslöser war doch sowieso die Farbe!!!!

        • Du wirst es nicht glauben aber es war tatsächlich das Wabenmuster, das den Ausschlag gab. Erst dann kam die Entscheidung, das Muster und den Pullover auch in haargenau der gleichen Wolle zu stricken. Die zugegeben in einer meiner Lieblingsfarben daherkommt 😉 Man könnte im unteren Bereich der Passe etliche Zunahmen weglassen, einge Strickerinnen haben dies wohl auch so gemacht. Ich habe jetzt nochmal mit um 0,5 dünneren Nadeln angeschlagen, das Strickbild gefällt mir besser, und gegen Ende der Passe werde ich dann immer messen und probieren, dann sollte das schon funktionieren. Ich habe zu kopflos gestartet, das rächt sich nun. Aber nichts, das sich nicht reparieren ließe 😉
          Ja, den Direktzug gibt es nach wie vor, und unser Gästezimmer auch 😉
          Liebe Grüße, heike

  5. Jetzt schon Schneeglöckerl in diesem kalten Winter!! Ich bin begeistert und gehe gleich bei mir im Garten nachschauen, bin aber sicher, dass das Waldviertel hinten nach ist…
    Die Stickereiausstellung sieht interessant aus auch für mich als nicht-Stickerin, aber in jungen Jahren hat es mir doch Spaß gemacht.
    Liebe Grüße

    • Die ersten Spitzen der Schneeglöckerl sollten auch im Waldviertel bereits zu sehen sein. Richtig blühen sie hier auch noch nicht. Aber die erste Hoffnung auf den baldigen Frühling ist da 🙂
      Ich bin auch Nichtstickerin, zuletzt habe ich in der Schule gestickt. Und erst vor 2 Jahren wieder mit einem nur sporadisch zur Hand genommenen Kreuzstichprojekt begonnen, das sich noch lange hinziehen wird. Die ausgestellten Mustertücher sind in ihrer Vielfalt dann aber doch eine Augenweide und Informationsquelle, auch wenn man nicht stickt.
      Liebe Grüße, heike

  6. Bei dem Ausstellungsrundgang hätte ich Dich gerne begleitet! Sticken steht auch noch auf meiner Liste, wie so vieles; irgendwie reichen meine Tage weder für das, was ich tun muss, noch, was ich alles tun will… Das mit Deiner Fahrradstrecke tut mir leid zu hören; leider kann ich diesbezüglich von hier auch nichts Besseres vermelden, befürchte auch manchmal, dass uns irgendwann ein Auto mitnimmt… Pass auf Dich auf & Dir ein schönes Wochenende. Liebe Grüße, Manuela

    • Sticken habe ich lange verweigert, nun kann ich es mir ab und zu vorstellen. Aber wie bei dir reichen die Tage weder noch. Beim Verkehr gibt es wie überall und in allen Kategorien solche und solche. Gefährlich sind die Gestressten und die Gedankenlosen, bei Fahrzeugfahrern, Radfahrern und Fußgängern. Furchtbar leider auch diejenigen KFZ-Fahrer, die meinen Radfahrer auf den Platz verweisen zu müssen der ihnen ihrer Meinung nach auf den Straßen (nicht) zusteht und das mit absichtlichem Schneiden und abruptem Abbremsen kundtun bis hin zu komplettem Abdrängen an den Randstein. Leider auch schon gehabt. Radwege gibt es nicht flächendeckend, und auch dort ist der Kampf voll im Gange. Dann eben unter den Zweirädern, mit dem gelegentlichen verirrten Fußgänger dazwischen. Und doch bin ich lieber mit dem Fahrrad als mit dem Auto unterwegs.
      Pass du ebenfalls auf dich auf, Berlin ist auch kein leichtes Pflaster zum Radeln.
      Ein schönes Wochenende und liebe Grüße, heike

  7. Liebe Heike,
    einen ereignisreichen Tag hattest du. Ach die Schneeglöckchen mag ich auch zu gerne und freue mich immer sehr, wenn sie blühen.
    Toll dass ihr eine so intime Führung im Museum hattet.

    LG, Heike

    • Wenn die Schneeglöckchen aus der Erde spitzen, kündigt sich der Frühling langsam an. Schon alleine deshalb freue ich mich jedes Jahr wieder wenn ich sie erblicke.
      Liebe Grüße, heike

  8. was für eine schöne ausstellung! ich mag die (dänischen) kreuzstickereien so gerne. sie erzählen immer nette geschichten. bis vor kurzem gab es hier noch einen laden „haus dänemark“, wo man sticksets und fertige erwerben konnte. leider hat auch dieser schöne laden inzwischen aus altersgründen geschlossen.
    als fahrradfahrerin lebt man gefährlich. ich fahre aus altersgründen inzwischen nicht mehr in die stadt, die schmalen radwege sind mir inzwischen nicht mehr geheuer.
    liebe grüße, ich finde deine gelbe marimekko tasse auch sehr schön!
    mano

    • Die ältesten Ausstellungsstücke waren aus dem 18. Jahrhundert, und gerade die älteren haben viele Geschichten erzählt. Es gab auch viel zu entdecken, unter anderem ein Goldfischglas und Papageien und noch viel mehr. Und auch die unterschiedlichen Schriften waren sehr informativ. Bis hin zur Festschreibung, dass traditioneller Kreuzstich in rotem Garn ausgeführt zu werden hat. Mit letzterem habe ich ähnliche Probleme wie mit der Trachtenfestschreibung der 1930er Jahre…
      Gut gefiel mir auch die Hängung der Ausstellung. Und es gibt wechselnde moderne Exponate. Momentan gibt es die Ergebnisse eines Uniseminars zu sehen, wo zum philosophieren nebenbei gestickt wurde, äußerst interessant.
      Ich konnte mich vor kurzem gerade noch abhalten, noch ein paar Marimekko-Tassen zu erstehen, sie sind einfach so schön. Aber unser Schrank ist gut bestückt, wir haben schon einige schöne. Und die Unikko-Blumen mag ich einfach sehr gerne 🙂
      Liebe Grüße, heike

  9. Diese Ausstellung hätte mich auch sehr interessiert, bin ich ja eine alte Kreuzstichstickerin und beherberge in meinem Gehäuse einige solcher Sticktücher, antik wie selbstgemacht. Sticken war meine Rettung bei überlangen Konferenzen zu Beginn meiner Lehrertätigkeit, als ich an einer innovativen Modellschule gearbeitet habe. Es hat zum konzentrierten Zuhören verholfen, ohne an Kopfschmerzen am Abend zu leiden. Dass das inzwischen an der Uni erforscht wird!
    Bon eek-end!
    Astrid

    • Erst kürzlich habe ich einen Artikel darüber gelesen, dass Stricken (das mit r) durchaus als Therapie bei Konzentrationsschwäche eingesetzt wird. Und auch mir hilft es zum Fokusieren und Abschalten nach einem fordernden Arbeitstag. Ich kann mir also gut vorstellen, dass Sticken dir ebenso beim Fokusieren geholfen hat. Antike Sticktücher sind etwas Besonderes, wie schön dass du zur Bewahrung beiträgst.
      Liebe Grüße, heike

  10. Als Radfahrer ist man immer gefährdet umgeputzt zu werden und auch als Fußgänger kann ich ein Lied von rücksichtslosen Fahrradfahrern singen. Wir brauchen viel mehr Rücksichtnahme aufeinander nicht nur im Straßenverkehr. Sehr schön und interessant dein Ausstellungsbesuch nach einem Arbeitstag…das Treppenhaus ist ja wirklich eine Augenweide, so schön. Da macht treppauf treppab ja richtig Freude. ;-))
    Nun bin ich auf den Pulli gespannt und so eine hübsche Strickliesel habe ich auch noch liegen.
    Einen lieben Gruß von Marita

    • Leider kann ich auch als Radfahrerin ein Lied von rücksichtslosen Radfahrern singen. Deine Aussage zu viel mehr Rücksichtnahme unterschreibe ich sofort. Die Treppenhäuser in historischen Gebäuden sind meist sehr schön. 15 Jahre lang durfte ich mich an einem spätbarock-klassizistischen erfreuen, nun schon 6 Jahre an diesem gründerzeitlichen. Da wurde die Erschließung noch zelebriert.
      Auf den Pulli bin ich auch gespannt 😉 Du wirst es nicht glauben, aber ich hatte noch nie eine Strickliesl in der Hand. Würde es aber auf meine alten Tage gerne doch noch ausprobieren. Irgendwo in der Schwiegerfamilie müsste es eine geben. Mal sehen.
      Liebe Grüße, heike

  11. Ein schöner Tag liebe Heike, bis auf die Vorfälle auf dem Fahrrad.
    Pass da mal gut auf, das ist ja schon gefährlich.
    Die Tulpen hast Du hoffentlich gut nach Hause gebracht und von Eurem Treppenhaus bin ich ganz begeistert, wunderschön.
    Dir einen schönen Abend, lieben Gruß
    Nicole

    • Die Tulpen sind immer noch im Büro, ich war Donnerstag ja noch länger unterwegs. Hatten eben die Kollegen was davon.
      Die Treppenhäuser der Gründerzeithäuser sind meist recht schön, dieses wirkt nochmal besonders durch die bunten Glasfenster.
      Liebe Grüße, heike

  12. Liebe Heike,
    wie schön, dass du so viele Schneeglöckchen vor dem Haus hast. Und wie schön, dass du bei deiner Arbeit immer durch dieses wunder-wundervolle Treppenhaus gehen kannst – bin ganz begeistert.
    Die Ausstellung zum Thema Kreuzstich ist ebenso beeindruckend. Ich habe auch mal eine zeitlang mit Kreuzstichen gestickt. Lang ist‘s her. Aber es macht Spaß.
    Hab einen gemütlichen Sonntag!
    Liebe Grüße
    Ingrid

    • Bis zum zweiten Stock hat man dann auch wirklich gut was vom Treppenhaus 😉 Die Schneeglöckchen haben sich gut vermehrt, seit wir sie im Winter nach unserem Einzug noch vor der Jahrtausendwende gesteckt haben.
      Liebe Grüße, heike

  13. Liebe Heike, ein schöner Zwölfter, wie mir scheint, trotz diverser Anschläge auf Deine Radlerinnengesundheit. Es ist auch am Land nicht so einfach, mangels Radwegen und Einsicht der Blechkistenbenutzer, ich nehme oft Umwege in Kauf um sicher anzukommen und muss trotzdem für andere mitdenken… Wie Du auch.
    Die Ausstellung würde ich mir auch gern mal anschauen, vllt klappt es ja mal und ich komme nach Graz *träum*
    Ganz liebe Grüße an Dich von Katrin

    • Auf Landstraßen mit dem Rad, ja, das ist auch durchaus herausfordernd. Das mit den Umwegen kann ich nachvollziehen. Ich suche mir auch oft vorab die Route mit den meisten Radwegen und dem geringsten Autoverkehr heraus, auch wenn es manchmal längere Strecke bedeutet. Pass auf dich auf.
      Graz ist jetzt mit dem Koralmtunnel über München bahnmäßig etwas besser zu erreichen. Schreibe ich hier mal so als kleinen Anstubs 😉
      Liebe Grüße, heike

  14. Die Stickausstellung würde ich auch gerne anschauen und dann noch mit einer privatissime Führung. Da bekommt man dann extra viel Informationen.
    Als Radfahrer muß man auf Dauer einen 7. Sinn entwickeln, was die Autofahrer gerade vorhaben, sonst überlebt man nicht. In unserem kleinen Ort gibt es eine kurze Einbahnstraße, aber da müssen immer wieder Autofahrer gegen die Richtung fahren.
    Fotos von deinem Stricktreff machen mich immer ganz sehnsüchtig auch mitzumachen. Dann hoffe ich mal, daß dein Pullover jetzt passt.
    Liebe Grüße Gabi

    • Es gibt jeden Monat eine Führung, du hättest also noch die Chance. Und wenn du über einen Donnerstag kommst, könntest du auch zum Maschentreff mitkommen 😉 Beim Pullover bin ich permanent am rechnen, weil meine Maschenprobe ziemlich anders ist und ich kontrolliere ob es nicht wieder zu groß wird. Die kastige Form ist auch nicht unbedingt mein Fall, ich bin also weiterhin am adaptieren. Aber er wächst.
      Liebe Grüße, heike

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