12 von 12 im Juli 2026

Der erste Blick nach dem Aufwachen geht wie meist zum Fenster, um zu schauen, welches Wetter sich denn durch den Vorhang erahnen lässt. Vorhang? Ach nein, ich bin ja unterwegs. Und so geht mein Blick erstmal zum Stoffrollo. Die tanzenden Sonnenflecken lassen einen weiteren sonnigen Tag erahnen. Es ist der 12. Tag im Monat Juli, somit gibt es wieder die 12 von 12.

Dieser 12. ist ein ganz besonderer, denn ich darf ihn mit einer Runde ganz besonderer Frauen im Entenhaus verbringen. Beim Offline-Nähwochenende unseres Online-Nähkränzchens, zu dem es mir leider erst zum zweiten Mal möglich war, die doch recht weite Anreise von Graz nach Mettingen in NRW zu machen. Umso schöner, dass es diesmal wieder geklappt hat.

Frühstück im Freien unterm Nußbaum.
Duschen und Morgenhygiene. Warum das Entenhaus Entenhaus heißt, ist jetzt auch klar.
Der Frühstückstisch ist abgeräumt, die Küche wieder klar Schiff. Die handnähenden machen es sich am Tisch unter dem Nußbaum gemütlich, die anderen bauen die Nähmaschinen wieder auf.
Ich nutze das geballte Nähwissen der anwesenden Nähfreundinnen, um mein beim letzten MMM vorgestelltes Kleid etwas auf meine Körperform anzupassen. Es ist dann wesentlich mehr Anpassung nötig als ich zunächst dachte. Den Samstag habe ich mit Trennen und abgesteckt werden und Heften verbracht, nun geht es ans Übertragen der einseitigen Anpassungen auf die andere Seite und ans nähen.
Drinnen ist der Büchertisch aufgebaut. Constanze hat ihre Sammlung an Sashikobüchern mitgebracht, da sich einige auch an Sashiko versuchen möchten. Gabi und ich haben bei der Anreise mit dem Zug einen Zwischenstopp in Köln eingelegt und die Yayoi Kusama Ausstellung besucht, der Katalog zeugt davon.
Als Mittagsimbiss gibt es die Reste der Gemüsenudeln vom Vorabend als Nudelsalat. Da sind wir bereits eine weniger, und auch Constanze und Clara werden am Nachmittag abreisen. Noch aber haben wir ein paar schöne gemeinsame Stunden vor uns.
Kleiner Verdauungsspaziergang durch den Garten und dabei Mechthilds Mispelbaum bewundern.
Als Gemeinschaftsprojekt wurde diesmal eine Textzeile auf ein T-Shirt schabloniert. Ich habe ein „altes“ T-Shirt verschönert, und es gefällt mir gut. Und ja, die Spiegelschrift ist Absicht.
Am Abend ist die Hälfte der Nähfreundinnen bereits abgereist. Und auch die Biertischgarnituren sind wieder verräumt.
Abendjause mit Resten und zum Nachtisch Sahnequark mit frisch gepflückten Ribiseln=Johannisbeeren.
Tagesausklang mit einer kleinen Sashikostickerei. Hier zu sehen ist die Rückseite.

Unterwegs sein heißt auch, kein Kater Kasimir am 12. Eigentlich. Als Bonusfoto gibt es nun aber doch eines, das der Beste am Morgen gemacht und mir geschickt hat. Denn unser schwarzer Miezekater wurde am Vortag 19!

Neuer Lieblingsplatz in einer alten Holzkiste im Schatten draußen vor der Küchentür.

Das waren meine 12 von 12 im Juli von Unterwegs. Ab damit zu Draußen nur Kännchen, die alle 12er dankenswerterweise wieder sammelt.

Und noch etwas wird gesammelt, denn niwibo sucht Beige im Juli. Angefangen mit der beigen Tasse beim Frühstück bis zu den wiederholt auftauchenden beige-weiß-gestreiften Polstern gibt es doch einiges an Beige zu finden an diesem 12.

12 Kommentare

  1. Hey, Du bist im Lande, na ja fast (ein bißchen in diese Ecke ziehen meine Schwiegereltern nun bald, 3 Std von uns) Wie wunderbar, alles draußen im Garten unterm Nußbaum (und dort gibt es noch grünen Rasen?)
    Es war sicher ein tolles Nähwochenende! Ein schöner Garten, wie es scheint, Mispeln gibt es dort sogar
    Dann hoffe ich, Dein Kleid wird nun Dank Schwarmwissen besser sitzen und ihr habt noch eine schöne Zeit und gutes Reisen
    Danke fürs Bonusbild
    Liebe Grüße
    nina

    • Ich bin mit dem Zug sogar ganz nah bei dir vorbeigefahren. Die Zeit in Köln war verhältnismäßig kurz, und für die Ausstellung verplant, ich habe dann keinen großen Rundruf gestartet. Wenn ich mal länger in Köln bin, melde ich mich.
      Das Nähwochenende war toll, nun bin ich unterwegs zur nächsten Etappe, denn ich bin noch die ganze Woche unterwegs 😊
      Liebe Grüße heike

  2. Na das ist ja mal ein ganz besondere 12er-Portion. Und nähen im Freien habe ich auch noch nicht praktiziert. Toll! Das würde mir auch gefallen.
    Da habt ihr echt viel geschafft, denn die Kusamka-Ausstellung hat man ja nicht fix durch. Den Satz bekomme ich so gelesen “ Jede Frau braucht einen Obelix..“ ?
    Mit Plotter gemacht?
    Viele Grüße Karen

    • War auch mein erstes Freiluft Nähen 😊 Die Kusama Ausstellung hat Zeit gebraucht, und ich habe mir die reguläre Ausstellung ja auch noch angesehen. Mühsam war dann eher die Weiterreise. Aber wir sind angekommen, viel später zwar, aber doch. Nun sitze ich wieder im Zug zur nächsten Etappe und freue mich.
      Wir haben mit Schablone und Farbe stupfen gearbeitet. Den Spruch hast du richtig entziffert 😊
      Liebe Grüße heike

  3. Was für ein fast biblisches Alter vom Miezekater! Und so viel Draußenzeit, wunderbar. Ich freue mich schon auf die Etappe in Göttingen.

  4. Wie schön, ein Nähwochenende! Und dass ihr auch noch draußen und im Schatten nähen konntet ist ja traumhaft 😊
    Liebe Grüße
    Nanni

    • Im Schatten war es richtig angenehm, von der übermäßigen Hitze hat man nicht so viel bemerkt. Ein gelungenes Nähwochenende jedenfalls 🙂
      Liebe Grüße heike

  5. Dieses Mal überschneiden sich die Motive natürlich bei dir und bei mir. Es war ein ganz wundervolles Wochenende, das uns allen unheimlich gut getan und uns bereichert hat.
    Ich wünsche dir noch schöne Tage – und bis zum nächsten Mal!

    • Vor allem wenn sich die Motive so anbieten wie im Entenhaus. Deinen zweiten Satz kann ich nur bestätigen, es war wirklich wunderbar und bereichernd.
      Liebe Grüße heike

  6. Schön, so ein Nähwochenende, dann noch im Garten, herrlich.
    Liebe Heike, hat Dir Köln gefallen?
    Und wie fandest Du die Ausstellung?
    Nächste Woche bin ich auch in Köln, allerdings auf einer Parfümausstellung, ich bin schon gespannt.
    Nun wünsche ich Dir eine gute Weiterfahrt und viel Spaß in Göttingen
    Lieben Gruß
    Nicole

    • Von Köln habe ich nicht allzu viel gesehen, aber was ich gesehen habe, hat mir gefallen. Über die Hohenzollernbrücke und über den Rhein auf den Dom zuschlendern hat schon was. Die Ausstellung war super, vor allem weil der Bogen so weit gespannt war, von ihren ersten Werken bis zu den neueren. Momentan bin ich in Braunschweig, danach kommt Göttingen, dazwischen Spaß mit der deutschen Bahn 😉
      Danke und liebe Grüße heike

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