Frau Frieda lädt bereits zum zweiten Mal zum Plausch am Gartenzaun ein, und Niwibo sucht Rot im Mai, und da mein Garten im Mai geradezu übergeht mit Blüten, auch roten, gibt es hier am Näh- und Hobbyblog auch mal wieder einen kleinen Blick in meinen Garten und ich werde erstmals auch mit über den Gartenzaun plaudern.
Den Anfang machen die Strauchpfingstrosen. Die sind nämlich schon wieder abgeblüht. Außerdem waren sie heuer so schnell auf- und gleich wieder abgeblüht, dass ich zu tun hatte überhaupt Fotos von den blühenden Strauchpfingstrosen zu machen.Ich finde ja auch die Samenstände der Strauchpfingstrosen recht dekorativ. Und ich stelle fest, dass es mal wieder nur Fotos der schwarzroten gibt und von der weißen kein einziges.Die Staudenpfingstrose hingegen hat ihre Blüten genau rechtzeitig für Pfingsten geöffnet. Diese hier war bereits im Garten und wächst prächtig, während die vor etwa 20 Jahren von mir gesetzte weiße nicht so recht vom Fleck kommt.Rosen gibt es auch, wenn auch kaum welche die ich selbst gepflanzt habe. Diese Gloire de Dijon hier wurde von mir vor 25 Jahren an die Garagenwand gesetzt, sie hält sich tapfer.Was auch prächtig wächst sind die Akeleien. Sie haben Narrenfreiheit und dürfen durch den ganzen Garten tanzen. Eine Zeitlang habe ich kuratierend eingegriffen und alle rosa blühenden ausgegraben. Wie man sieht habe ich das inzwischen aufgegeben.Vor einigen Jahren habe ich zwei Pflanzen der gefüllten Akelei „Black Barlow“ gepflanzt. Diese Akeleien haben nicht lange überlebt, sind Akeleien doch generell nur drei- bis maximal fünfjährig. Aber sie haben ihr Erbgut hinterlassen, denn seither gibt es unter den aufgehenden Akeleien immer wieder gefüllte Exemplare. Und ab und zu, aber eher selten, auch ein zweifarbiges Exemplar.Schwertlilien gibt es auch. Meist sind die Schnecken schneller, und auch die Knospenfäule, aber heuer gibt es mal wieder ein paar Blüten der hellgelben Iris. Die rotbraunen hingegen haben sich seit Jahren nicht mehr blicken lassen.Die lavendelblauen müssten mal wieder umgesetzt werden, sie wurden immer weniger in den letzten Jahren. Den Rehen haben die Knospen auch geschmeckt, heuer musste zum Glück nur eine Knospe dran glauben. Gordon ist da ja leider auch keine Hilfe, so relaxt wie er da am Pfeiler lümmelt.Und der Blindschleiche vorm Garagentor beim Sonnenbaden zusieht.Auch Kater Kasimir ignoriert die gefräßigen Rehe und hält lieber Ausschau nach den Nachbarskatzen.Oder hält ein Nickerchen auf der Bank.
Aber hatte ich nicht eigentlich Rot versprochen? Gibt es natürlich auch, und nicht zu wenig.
Sei es als Gartenmöbel, wie dieser Kreisel, in dessen Schatten Kasimir am Muttertag ein Nickerchen gemacht hat.Roter Rhododendron bei den Nachbarn, fotografiert als ich zum Katzen füttern unten war.Am Rückweg dann in unserer Hecke gesehen, dass die Weigelie blühen anfängt. Inzwischen blüht sie schon viel üppiger, nur Foto gibt es keines.Zweimal im Jahr, sehr üppig Ende Mai und nicht ganz so üppig nochmal im September blühen die alten Rosen, die es schon im Garten gab, als die Großmutter des Besten noch Herrin über Haus und Garten war. Bis auf eine haben wir auch alle erhalten, und sie trotzen standhaft den diversen selbst aufgegangenen Sträuchern, die ihnen den Standort streitig machen.Leider duften die Blüten nicht. Aber schön sind sie.Einer der Rosenstöcke ist in die Felsenbirne hinein gewachsen und verlängert dort quasi die Blütezeit. Die Felsenbirne ist durch das zusätzliche Gewicht mehr in die Breite als nach oben gewachsen.Das Rot leuchtet selbst in der Abenddämmerung noch.
Und dann habe ich noch einen Glücksmoment, wie sie Annette von Augensterns Welt sammelt. Ein Regenbogen nach einem nach längerer Trockenheit sehnlichst erwarteten Gewitter. Denn auch Regen gehört zum Gartenglück (BINGO).