Auch in diesem Frühjahr gibt es wieder einen Frühlingsjäckchen Knitalong, kurz FJKA, beim MeMadeMittwoch. Wieder ganz wunderbar moderiert von Carola Nähkatze und Dana cutiecakeswelt. Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal beim FJKA mitgemacht, und gleich mal versagt. Denn mein Garden Cardigan wurde erst Anfang September fertig. Dieses Jahr ist auch der Terminplan beim FJKA nicht ganz so knackig, es ist ein bisschen mehr Zeit zwischen den Terminen. So sieht der Fahrplan für die nächsten Wochen aus:
19.4.2025: Startschuss & Ideensammlung: Was stricke oder häkle ich? / einige Ideen habe ich schon länger und sie warten auf Umsetzung / diese Muster schlummern schon auf meiner Festplatte / meine Wolle wartet darauf verarbeitet zu werden / Ich habe schon alles zusammen und bin direkt gestartet, aber okay die Motivation hängt noch.
26.04.2025 – 1. Zwischenstand: Es läuft super / ich hab dann auch mal angefangen / ich habe mich umentschieden / ich stricke bereits das 2te UFO fertig / ich bin im Stricktief / ich komme gerade nicht weiter: Hilfe willkommen.
10.05.2025 – 2. Zwischenstand: Läuft gerade / brauche Motivation oder Hilfe / habe mich umentschieden…/ das nächste Teil schon angefangen
31.05.2025 – Finale: Ich bin fertig und megastolz / schon beim nächsten Teil / ich bin noch am Stricken oder häkeln und zeige mein Ergebnis beim nächsten MMM.
Beim heutigen Starttermin heißt es also Was stricke oder häkle ich? Eigentlich kann ich auch gleich die nächsten Stichpunkte zitieren, denn einige Ideen habe ich schon länger und warten auf Umsetzung, die Wolle dafür wartet teilweise seit letztem September darauf verarbeitet zu werden, ich habe also schon alles zusammen und bin direkt gestartet. Und ich bin auch höchst motiviert. So motiviert, dass ich den heutigen Tag nicht mehr abwarten konnte und direkt nach der Ankündigung des diesjährigen FJKA beim letzten MMM angefangen habe mit meinem ersten Projekt. Was mich wieder zum Anfang bringt:
Was stricke oder häkle ich?
Idee 1:
Seit mindestens zwei Sommern vermisse ich einen kurzen Cardigan aus einem leichten Sommergarn, den ich bei kühleren Temperaturen überwerfen kann. Einen Cardigan in Schwarz. Aus Leinen oder Seide oder einem Leinen-Seide-Gemisch. Und wie passend, gibt es seit kurzem im Wollgeschäft meines Vertrauens genau die Art von Leinengarn, die ich mir vorgestellt hatte, und auch in Schwarz. Also wird es Zeit, die Vorstellung endlich in die Tat umzusetzen. Das dafür benötigte Garn besitze ich bereits, 5 Stränge Linen Bloom von Pascuali. Vermutlich werde ich mit Nadelstärke 3 stricken, die Maschenprobe wird es weisen.

Ich habe keine konkrete Anleitung, sondern stricke Raglan-von-oben in glatt rechts. Die Einfassung möchte ich als eine Art I-Cord gleich mit anstricken. Die Ärmel stelle ich mir dreiviertellang vor, vielleicht stricke ich sie aber auch ganz lang. Das Schöne am RVO ist ja, dass man so lange nach unten stricken kann wie man möchte. Oder eben das Garn reicht. Als Abschluss von Körper und Ärmeln könnte ich mir auch gut eine Art Bordüre vorstellen. Mal sehen, was mir dazu einfällt, wenn es soweit ist.

Vor etwa 2 Jahren habe ich diesen Cardigan, auch aus Leinengarn und auch RVO, fertiggestellt. Bei diesem habe ich nachträglich einen I-Cord angestrickt, und ganz zufrieden bin ich mit der Optik nicht. Die Bordüre hingegen, die ich einem Sockenstrickmuster entlehnt habe, gefällt mir nach wie vor. So in die Richtung könnte ich mir den schwarzen Cardigan auch vorstellen. Das schwarze Leinengarn ist etwas feiner, nicht ganz so steif, der Fall sollte also auch ein bisschen besser werden.
Idee 2:
Ebenfalls vor 2 Jahren habe ich meinen Turtle Dove Cardigan fertiggestellt. Dieser Cardigan hat sich, trotz der braunen Farbe, oder vielleicht auch gerade deswegen, als ein Dauerbrenner unter meinen Strickjacken herausgestellt. Leicht und luftig, und trotzdem warm, wenn es nötig ist, aber auch nicht zu warm. Kann bei Bedarf auch in Handtaschen geknüllt werden und nimmt es nicht krumm, passt auch hinein, weil eben leicht und luftig und dünn. Und lässt sich mit sehr vielen Kleidungsstücken in meinem Kleiderschrank kombinieren. Außerdem schafft er den Spagat zwischen sportlich und elegant.

Ende letzten Sommers ist in mir dann die Idee gereift, dass ein weiterer Cardigan mit ähnlichen Eigenschaften, jedoch in einer knalligen Farbe, einem knalligen Rot, auch ganz gut wäre. Die Achseln beim zweiten Modell vielleicht nicht ganz so tief unten, damit sich Jacken leichter drüberziehen lassen und die Ärmel nicht so nach oben schoppen. Aber doch auch unter den Achseln nicht enganliegend, was gerade bei wärmeren Temperaturen ein luftiges Plus ist. Jedoch die Kragenlösung gleich, denn die gefällt mir gut beim Turtle Dove Cardigan. Die Wolle fand sich dann schneller als das Modell.


Life in the Long Grass Singles 100 % Merino in der Farbe Peppercorn und Pascuali Mohair Bliss 60% Mohair/ 40% Seide in der Farbe Erdbeere. Von ersterem Garn habe ich 3 Stränge, von zweiterem 4 Knäuel. Das Foto habe ich bei der Erstauswahl im Wollgeschäft meines Vertrauens gemacht, um die Farbkombi zu testen und darüber nachzudenken. Seit Ende September wartet das Garn nun auf seinen Einsatz. Eventuelle Modelle, die meiner Vorstellung nahe gekommen sind, habe ich wieder verworfen. Letztendlich bin ich doch wieder beim Turtle Dove Cardigan gelandet. Und wie beim ersten Modell ergab die Maschenprobe mit Nadelstärke 5,5, dass ich mit 19 Maschen/10cm nur knapp neben den angegebenen 18Maschen/10cm liege. Das lässt sich kompensieren.
Die Entscheidung ist bereits gefallen

Und wie man dem Beitragsfoto eingangs entnehmen kann, habe ich mich bereits für eine der beiden Ideen entschieden und auch bereits angefangen. Als ich mich bei Idee 2 endlich für einen weiteren Turtle Dove Cardigan entschieden hatte, hat es mich dermaßen in den Fingern gejuckt endlich zu beginnen. Das vorherige Strickstück war just kurz vor der Ankündigung des FJKA auch endlich fertig geworden, und so gab es kein Halten mehr. Das Osterwochenende habe ich für das erste Stück genutzt, siehe obiges Foto, und seither kontinuierlich jeden Abend zur Entspannung nach der Arbeit ein paar wenige Reihen gestrickt. Ein paar wenige Maschen Rippenmuster mit verschränkten Maschen am Rand, dazwischen glatt rechts und die kontinuierlichen Raglanzunahmen, keine große Herausforderung und deshalb umso mehr die gerade dringend benötigte Wellness an den Stricknadeln.

Die Ärmel sind auch bereits abgeteilt, ich bin also schon gut vorangekommen. Ob und was ich adaptiert habe gibt es dann beim nächsten Termin, der bereits in einer Woche ist. Die berufliche Ein- und Angespanntheit bringt es gerade mit sich, dass ich meine spärliche Freizeit mehr an den Stricknadeln als an der Nähmaschine verbringe.Gut für den FJKA 😉 wohin ich meinen Startbeitrag nun auch verlinke und die nächsten Abende schauen werde, was die anderen Teilnehmerinnen des FJKA2026 beim MeMadeMittwoch denn so vorhaben.
